KONSUMENT.AT - Coronavirus: Fakten statt Fakes - Leserreaktionen

Coronavirus: Fakten statt Fakes

Dichtung und Wahrheit

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KONSUMENT 5/2020 veröffentlicht: 19.03.2020, aktualisiert: 25.06.2020

Inhalt

Leserreaktionen

Horrorabbildungen

Bin seit vielen Jahren Abonnent des KONSUMENT und lese Ihr Magazin wirklich gern, habe auch schon so manchen (geldsparenden) Tipp daraus verwenden können. Das Titelbild der o.a. Ausgabe mit mehrfacher Abbildung des Virus stieß mir jedoch wirklich sauer auf angesichts der unnötigen, ja gefährlichen Panikmache der Regierung und der darauf folgenden überzogenen Maßnahmen, die de facto eine unzulässige Einschränkung der Grundrechte bedeuten und an düstere Zeiten erinnern.

Wir werden sowieso schon monatelang mit Propaganda bombardiert, abweichende auch wissenschaftlich belegbare Meinungen, Statistiken etc. werden vom Tisch gefegt, sogar kriminalisiert, da benötigt es nicht noch Horrorabbildungen in einem sonst seriösen Magazin. Ich überlege daher, mein Abo kommendes Jahr nicht zu verlängern.

Marlene Kaltenbacher
E-Mail
(aus KONSUMENT 7/2020)

Nichts liegt uns ferner, als Angst zu verbreiten. Wir verfolgen auch in der Corona-Berichterstattung das Ziel, möglichst umfassend, verständlich und seriös zu informieren. Dazu gehört übrigens auch, Fakten von kursierenden Mythen zu trennen.

Die Redaktion

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
44 Stimmen

Kommentare

  • @Dunkelsteinerwald
    von Mnemosyne am 03.05.2020 um 11:08
    Das Argument "wer heilt, hat recht" hier anzuwenden, ist ebenso gefährlich. Man kann selbst in einer solchen Krisensituation den Placebo-Effekt nicht über medizinische Erkenntnisse erheben.

    Selbst der Verschwörungstheoretiker Alex Jones bietet völlig wirkungslose "Anti-Corona" Präparate an. Jemand, der sich ein solches überteuertes Präparat kauft und vielleicht durch den reinen Glauben an eine Heilung seinen Stress auf diese Weise abbaut, verursacht indirekt trotzdem einen Kollateralschaden. Nämlich indem er oder sie zwilichtige Hersteller und Nutznießer aus der Krise finanziell unterstützt. In der Folge werden die Präparate weiterempfohlen, noch mehr eingekauft und werden völlig zu unrecht einer breiten Öffentlichkeit angeboten.

    Medizinisch wirksame Präparate sind in der Herstellung mit hohen Kosten, teuren Prüfungen und Studien verbunden. Durch die wissenschaftliche Methode ist ihre Wirkung allerding geprüft und nachweisbar. Für nachweislich wirkungslose Präparate, die sich den Mantel der Medizin nur zur Täuschung anlegen – beispielsweise indem sie behaupten, nach den selben Hygienestandards und Vorschriften für Medizinprodukte hergestellt zu werden – verlassen sich einzig und allein auf den Placebo-Effekt und machen typischerweise den Patienten (!) verantwortlich, wenn keine Besserung eintritt.

    Den Verkauf solcher Produkte kann man durchaus als tief unmoralisch sehen.

    Was psychologisch hilft, das wurde in den vergangenen Wochen bereits mehrfach empfohlen: Setzen Sie sich nicht stundenlang täglich mit der Gefahr durch den Virus auseinander. Genießen Sie die Natur. Halten Sie sich an die Empfehlungen für die erhöhten Hygienemaßnahmen. Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Verwandten.

    Wer sich an alle Ratschläge hält, wird bald das gewünschte Sicherheitsgefühl selbst erleben.

    Hingegen ist es ebenso schädlich und irreführend, wenn man nach Empfehlung irgendwelcher Scharlatane überteuerte Zuckerkügelchen kauft oder mit allerhand Fingerakrobatik die "Meridiane" im Körper stimuliert, sich danach in falsche Sicherheit wiegt und auf die tatsächlich wirkungsvollen Tipps vergisst.
  • Psychische Schädlichkeit völliger Ohnmachtsgefühle
    von Dunkelsteinerwald am 27.03.2020 um 20:12
    Die schädlichen Auswirkungen des Virus der damit entstehenden Begleitumstände ist äußerst komplex.

    Auf eine Problematik haben zahlreiche Psychiater und Psychotherapeuten hingewiesen : auf das Gefühl der völligen Ohnmacht. Das kann zu psychischen Schädigungen zu führen.

    Insoferne ist das Drehen der Gebetsmühle, dass gegen das Virus nichts hilft in sich selbst gesundheitsgefährdend.

    Auch wenn jemand glaubt, dass ihn ein Marienbildchen vor einer Ansteckug bzw. einem schweren Verlauf schützt, ist dies anzuerkennen und nicht lächerlich zu machen. Länger andauernde Angst und Ohnmachtsgefühle sind gesundheitsschädlich.

    Es ist gut und wichtig, auf die Notwendigkeit der Einhaltungen der Vorschriften hinzuweisen und vor dubiosen und teuren Mittelchen zu warnen.

    Die Ohnmachtsgefühle zu verstärken, ist genauso verantwortungslos. (Ich vermute, dass es in der Konsument-Redaktion niemanden gibt, der medizinisch/psychotherapeutisch ausgebildet ist, und deswegen solche Artikel "passieren".)
  • Homöopathie
    von Stephan Pesendorfer am 27.03.2020 um 14:31
    Liebe Redaktion,
    bitte könnten sie mir erklären, wie das funktionieren soll, die Wirksamkeit von Globuli bei welcher Krankheit auch immer zu belegen, wenn in den Globuli selbst gar keine Wirkstoffe nachweisbar sind. Das ist ja völliger Unsinn. Etwas was es gar nicht gibt (nämlich Wirkstoffe in Globuli), kann definitionsgemäß keine Wirkung erzeugen.
    Völlig unabhängig davon ist die Frage von Placebo-Effekten zu bewerten. Placebo-Effekte sind wissenschaftlich ganz gut belegt (zB: https://www.economist.com/science-and-technology/2011/05/19/think-yourself-better ). Aber noch einmal: der Placebo-Effekt ist unabhängig von der Einnahme von Globuli. Oft genügt schon eine verbale oder non-verbale Zuwendung um diesen Effekt zu erzeugen. Es gibt da ein altes Sprichwort: Das erste Heilmittel war das Wort. Beste Grüße Stephan Pesendorfer
  • Ausweichende Antwort
    von Dunkelsteinerwald am 24.03.2020 um 19:18
    Sie weichen meinen Beiträgen aus. Es gibt keine Studien, die belegen, dass Homöopathie, KLnoblauch oder Vitamin C beim Virus nicht hilfreich sind. Insoferne ist es wissenschaftlich unredlich, eine Unwirksamkeit zu behaupten, wie Sie es im Artikel tun.

    Den Hinweis auf einen möglichen Placeboeffekt (der übrigens auch in der Schulmeizin bei anderen Erkrnkungen bewusst angewendet wird !) ignorieren Sie völlig.

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    Völlig richtig ist natürlich, dass man sich durch die Anwendung der erwähnten Möglichkeit nicht in falscher Sicherheit wiegen darf und sich selbstverständlich an die allgemeingültigen Vorsichtsregeln zu halten hat. (Dieses Argument unterschlagen Sie in diesem Artikel !)

    Wenn man sich an die diesbezüglichen Regelungen hält, ist gegen Homöopathie, Knoblauch oder Vitamin C nichts einzuwenden. Oder kennen Sie seriöse Studien, dass diese Mittel gesundheitlich schaden ?
  • Knoblauch hat keinen Effekt/Vitamin C/Homöopathie
    von REDAKTION am 24.03.2020 um 18:03
    Die in diesem Beitrag veröffentlichten Behauptungen kursieren im Netz und werden von teils obskuren Websites verbreitet, beispielsweise die Meldung, Homöopathie wäre im Kampf gegen eine COVID-19-Erkrankung hilfreich. Fakt ist, dass es keine Belege dafür gibt. Das wurde nie untersucht. Auch Studien zu anderen virusbedingten Erkrankungen, wie etwa Schnupfen, konnten eine Wirksamkeit von Homöopathie nicht belegen. Es gibt ebenfalls keine Studien, die eine Wirksamkeit von Knoblauch oder Vitamin C bei der Behandlung von COVID-19 zeigen. Redlich ist es, zu behaupten, dass eine Behandlungsmethode wirksam ist, wenn dies durch Studien belegt ist. Ein TV-Bericht ist leider keine seriöse Quelle. Es wäre gefährlich, wenn COVID-19-Patienten sich selbst mit Homöopathie, Knoblauch und Vitamin C behandeln, und glauben, sie wären gesund und könnten die Quarantäne verlassen.